Die Geschichte hinter DRUVIS
Aus dem Handwerk. Für das Handwerk.
DRUVIS entstand nicht am Reißbrett – sondern aus einem Gespräch zwischen Vater und Sohn, einem echten Problem und der Frage: Was wäre, wenn das Wissen einfach da wäre, wenn man es braucht?
Mein Name ist Oliver Glowalla. Ich leite gemeinsam mit meinem Vater Sven den SGUJ Prüfdienst in Wittmund – ein Familienunternehmen mit rund 50 Mitarbeitern, das elektrische Sicherheitsprüfungen nach DGUV V3 und V4 für Schulen, Behörden und Kommunen in ganz Norddeutschland durchführt.
B.Sc. Betriebswirtschaft, aufgewachsen im Handwerk. Mein Vater führt das Unternehmen als Handwerksmeister mit Erfahrung und Kundennähe. Ich ergänze das mit Analytik, Automatisierung und dem Blick für Skalierung. Genau diese Kombination steckt auch in DRUVIS.
Ein Anruf, der alles ins Rollen brachte
Mein Vater war im Urlaub. Ich saß im Home-Office in Münster – über 200 Kilometer vom Betrieb in Wittmund entfernt. Ein Kollege im Büro vor Ort hatte ein technisches Problem. Keiner konnte helfen, weil die beiden, die solche Dinge normalerweise klären, nicht da waren.
Ich sagte: „Wir müssen die Urlaubsregelung so gestalten, dass immer einer von uns vor Ort ist.“
Mein Vater sah das anders: „Wieso schaffen wir nicht Strukturen, dass sich solche Dinge regeln lassen – auch wenn wir nicht vor Ort sind? Weil wir nicht immer vor Ort sein können.“
Das war der Satz, der alles verändert hat. Kein Workaround, keine Personalplanung – sondern ein System, das Wissen zugänglich macht, unabhängig von einzelnen Personen.
Ein Förderprojekt. Ein langes Wochenende. 200 Stunden.
Zur gleichen Zeit nahmen wir am Projekt „Digitalisierungswerkstatt KI“ der Handwerkskammer Ostfriesland in Aurich teil. Der perfekte Rahmen – und ich beschloss, die Idee meines Vaters als Projektarbeit umzusetzen.
Die Antworten waren atemberaubend gut und präzise. Nicht wie eine Suchmaschine, die Keywords braucht, sondern wie ein Kollege, der mitdenkt.
Langes Wochenende
Erster funktionierender Prototyp – Proof of Concept steht.
~200 Stunden
Infrastruktur, Logik und alle 47 Arbeitsanweisungen eingebunden.
Live im Betrieb
50 Mitarbeiter nutzen das System – Rückfragen sinken sofort um 70%.
Sonntagabend. Ein neuer Kollege. Eine Frage an das System.
Einer unserer Mitarbeiter – gerade frisch angefangen – sollte am Montag seinen ersten Auftrag bei einem Kunden durchführen. Dieser eine Kunde hatte eine Sonderanforderung: IT-Geräte sollten separat gekennzeichnet werden, getrennt von den übrigen Prüfungen. Das Verzwickte: Diese Anforderung galt nur für diesen einen Kunden.
In der Vergangenheit war genau das immer wieder schiefgegangen. Vergessen, übersehen, nicht kommuniziert – und dann kamen Rückfragen, Nacharbeiten, zusätzlicher Aufwand.
Dieser Kollege hat sich am Sonntagabend selbstständig mit dem System hingesetzt. Er fragte: „Was muss ich bei diesem Kunden beachten?“ – und bekam die perfekte Antwort. Alle Sonderanforderungen, klar und vollständig.
Am Montag hat er es auf Anhieb richtig gemacht. Keine Rückfragen. Kein Nacharbeiten. Kein Anruf beim Chef.
Sonntagabend
Neuer Kollege bereitet sich eigenständig über das System vor.
Eine Frage
Das System liefert alle Sonderanforderungen – klar und vollständig.
Montagmorgen
Erster Einsatz, alles richtig. Keine Rückfragen, keine Nacharbeit.
Von der Projektarbeit zum Multiplikator
Das SGUJ-Wiki war als Projektarbeit im Rahmen der Digitalisierungswerkstatt entstanden – betreut von Daniel Bigl, Berater für Innovation und Technologie bei der Handwerkskammer Ostfriesland in Aurich. Doch was als Förderprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einer echten Partnerschaft.
Daniel begann, das SGUJ-Wiki in seinen eigenen KI-Schulungen und Veranstaltungen der Handwerkskammer zu erwähnen – als konkretes Praxisbeispiel dafür, was ein Handwerksbetrieb mit KI erreichen kann.
Dann meldete sich ein branchenfremdes Unternehmen: Ein Sanitätshaus hatte in einer dieser Schulungen von unserem System gehört – für medizinisches Fachwissen, Datenschutzprozesse, Mitarbeiter-Onboarding. Ein komplett anderer Kontext, aber dasselbe Problem: Betriebswissen, das in Köpfen steckt und zugänglich gemacht werden muss.
Vorher – SGUJ-Wiki
Ein internes Projekt
Was als Projektarbeit begann: ein KI-gestütztes Wiki für unseren eigenen Betrieb. Intern hat es alles verändert – weniger Fehler, weniger Nacharbeiten, weniger Rückfragen. Aber der Name „SGUJ-Wiki“ war ein interner Arbeitstitel, kein Produkt.
Jetzt – DRUVIS
Eine eigene Marke
DRUVIS – zusammengesetzt aus Druide, dem keltischen Wissenshüter, und dem lateinischen vis für Kraft und Stärke. Ein Name, der ausdrückt, was das Produkt tut: Wissen bewahren und mit Stärke zugänglich machen.
„Ich habe DRUVIS nicht gebaut, weil ich ein Startup gründen wollte. Ich habe es gebaut, weil ich ein Problem lösen wollte – und dann gemerkt, dass es nicht nur meins ist.“
— Oliver Glowalla, Geschäftsführer SGUJ PrüfdienstÜber drei Ecken zum richtigen Menschen
Über den Wirtschaftsförderkreis Wittmund und die JadeBay lernte ich Michael Ewertz von Huebinet kennen. Michael stellte den Kontakt her zu Christoph Krause, Leiter des Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk in Koblenz.
Christoph war begeistert – nicht nur vom System, sondern von der Kombination aus intelligentem Dokumentenzugriff, automatischen Schulungsentwürfen und dem integrierten EU AI Act Compliance-Modul. Er gab mir konkrete Verbesserungsvorschläge und wurde zum Mentor.
Wirtschaftsförderkreis
Über regionale Netzwerke in Wittmund und die JadeBay entstehen erste Kontakte.
Michael Ewertz
Huebinet stellt den entscheidenden Kontakt zu Christoph Krause her.
Christoph Krause
KI-Experte im Handwerk wird zum Mentor – und zum wichtigsten Multiplikator.
Zukunft Handwerk 2026. München.
Am 4. und 5. März 2026 findet in München die Zukunft Handwerk statt – die größte Leitmesse für das Handwerk in Deutschland. Christoph Krause baut DRUVIS in seine Keynote ein:
„Der neue Azubi heißt KI – und arbeitet in jedem Gewerk“
Ein anerkannter KI-im-Handwerk-Multiplikator, der vor Fachpublikum auf einer der wichtigsten Handwerksmessen Deutschlands ein Produkt vorstellt, das in einem Elektroprüfbetrieb in Ostfriesland entstanden ist.
HWK Ostfriesland
Digitalisierungswerkstatt KI – wo das SGUJ-Wiki als Projekt geboren wurde.
Regionale Netzwerke
Wirtschaftsförderkreis, JadeBay und Huebinet öffnen die richtigen Türen.
Keynote München
Christoph Krause präsentiert DRUVIS vor dem Fachpublikum der Zukunft Handwerk 2026.
Vision
Jeder Betrieb hat einen digitalen Wissensassistenten – KI ist kein Luxus, sondern Standard.
Wir glauben, dass die Digitalisierung im Handwerk und Mittelstand nicht an fehlender Technik scheitert, sondern an fehlender Passung. DRUVIS schließt diese Lücke.
Mission
Betriebliches Wissen für jeden Mitarbeiter jederzeit verfügbar machen.
DRUVIS verwandelt Arbeitsanweisungen, Handbücher und Erfahrungswissen in einen intelligenten Assistenten, der antwortet, wenn man ihn braucht – nicht erst nach drei Anrufen und einer halben Stunde Suche.
Klingt nach einem Problem, das Sie kennen?
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